{"id":125,"date":"2019-04-17T11:02:49","date_gmt":"2019-04-17T10:02:49","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=125"},"modified":"2020-06-04T09:04:36","modified_gmt":"2020-06-04T08:04:36","slug":"acuteinfosnightmares_de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=125","title":{"rendered":"Belastende Erinnerungen\/Albtr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist normal, dass sich im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis belastende Erinnerungen (Bilder, Ger\u00e4usche, Gedanken usw.) an das Erlebte aufdr\u00e4ngen. Dies kann sich auch in Form von Albtr\u00e4umen oder in sich wiederholenden Spielsequenzen \u00e4ussern.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Albtr\u00e4ume<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nach einem einem traumatischen Ereignis haben viele Kinder Albtr\u00e4ume.<\/li>\n<li>Die Inhalte der Albtr\u00e4ume m\u00fcssen thematisch nicht unbedingt mit dem traumatischen Ereignis zusammenh\u00e4ngen.<\/li>\n<li>Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass Albtr\u00e4ume normal und eine nat\u00fcrliche Antwort auf belastende Situationen sind und \u00fcblicherweise schnell wieder verschwinden.<\/li>\n<li>Wenn Ihr Kind mitten in der Nacht durch einen Albtraum erwacht, schauen Sie, dass es richtig wach wird und beruhigen Sie es dann. Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und helfen Sie ihm\/ ihr anschliessend wieder einzuschlafen. Vermeiden Sie ausf\u00fchrliche Gespr\u00e4che und Diskussionen \u00fcber das traumatische Ereignis mitten in der Nacht.<\/li>\n<li>Manchmal hilft es auch, ein kleines Licht brennen zu lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>H\u00e4ufiges Nachspielen des Traumas<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Viele Kinder spielen nach einem traumatischen Ereignis immer wieder belastende Szenen nach.<\/li>\n<li>Gerade j\u00fcngere Kinder haben manchmal M\u00fche, ihre Gef\u00fchle und Gedanken in Worte auszudr\u00fccken. Es ist f\u00fcr das Kind deshalb hilfreich, dies im Spiel oder in Zeichnungen auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li>Wenn Ihr Kind immer wieder belastende Szenen spielt, spielen Sie mit und helfen Sie, die Spielszenen zu einem guten Ende zu bringen (z.B. bedrohte Figuren sch\u00fctzen).<\/li>\n<li>Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie und andere Erwachsene es besch\u00fctzen werden. Z\u00e4hlen Sie dabei konkrete Beispiele auf.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>H\u00e4ufiges Erw\u00e4hnen des Traumas<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist gut, wenn Ihr Kind \u00fcber das traumatische Ereignis sprechen m\u00f6chte. H\u00f6ren Sie Ihrem Kind deshalb gut zu und reden Sie \u00fcber die traumatische Erfahrung.<\/li>\n<li>Erlauben Sie Ihrem Kind zu weinen oder traurig zu sein; erwarten Sie nicht von Ihrem Kind, dass es mutig und stark ist.<\/li>\n<li>Warten Sie nicht bis Ihr Kind Sie auf das traumatische Ereignis anspricht, sondern sprechen Sie das Erlebte in den ersten Tagen von sich aus an. Wenn Ihr Kind nicht dar\u00fcber sprechen m\u00f6chte, respektieren Sie das.<\/li>\n<li>Achten Sie auf die Befindlichkeit Ihres Kindes und fragen Sie es nach Gedanken und Gef\u00fchlen, wenn es besorgt wirkt.<\/li>\n<li>Achten Sie darauf, dass Sie Ihre eigenen \u00c4ngste und Sorgen nicht auf das Kind \u00fcbertragen und diese nicht mit dem Kind besprechen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>\u00c4ngstlichkeit<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, dass kleine Kinder nach einem traumatischen Ereignis die ersten Wochen \u00e4ngstlicher sind. Sie k\u00f6nnen vielf\u00e4ltige neue \u00c4ngste entwickeln, zum Beispiel m\u00f6chten sie nicht alleine und von ihren Eltern getrennt sein, oder sie m\u00f6chten nicht (alleine) ins Bett gehen.<\/li>\n<li>Geben Sie Ihrem Kind die M\u00f6glichkeit, \u00c4ngste mitzuteilen und nehmen Sie die \u00c4ngste ernst. Vereinbaren Sie z.B. mit Ihrem Kind ein bestimmtes Zeichen, bei welchem Sie dann wissen, dass Ihr Kind Angst hat und Ihre Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigt.<\/li>\n<li>Seien Sie Ihrem Kind gegen\u00fcber so gelassen wie m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit, indem Sie Ihrem Kind mehr Z\u00e4rtlichkeit und N\u00e4he geben, und h\u00e4ufiger miteinander sprechen oder spielen.<\/li>\n<li>Achten Sie darauf, dass Sie die \u00c4ngste Ihres Kindes nicht verst\u00e4rken. Ermuntern Sie es soweit wie m\u00f6glich, angstausl\u00f6sende Situationen zu ertragen und loben Sie es, wenn es das schafft. Ermuntern und belohnen Sie mutiges Verhalten!<\/li>\n<li>Versuchen Sie, Ihre eigenen \u00c4ngste nicht vor Ihrem Kind zum Ausdruck zu bringen und achten Sie darauf, dass es diese nicht per Zufall mith\u00f6rt, wenn Sie z. B. telefonieren oder mit anderen Leuten sprechen.<\/li>\n<li>Falls Sie einmal fortgehen m\u00fcssen, informieren Sie Ihr Kind genau und sagen Sie, wann Sie wieder kommen werden. Seien Sie dann p\u00fcnktlich.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist normal, dass sich im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis belastende Erinnerungen (Bilder, Ger\u00e4usche, Gedanken usw.) an das Erlebte aufdr\u00e4ngen. Dies kann sich auch in Form von Albtr\u00e4umen oder in sich wiederholenden Spielsequenzen \u00e4ussern.\u00a0 \u00a0 Albtr\u00e4ume Nach einem einem traumatischen Ereignis haben viele Kinder Albtr\u00e4ume. 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