{"id":1602,"date":"2019-09-02T09:26:53","date_gmt":"2019-09-02T08:26:53","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=1602"},"modified":"2020-05-25T13:04:55","modified_gmt":"2020-05-25T12:04:55","slug":"app_acute_anxiety_0-5_de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=1602","title":{"rendered":"Angst"},"content":{"rendered":"\n<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, dass Kinder \u00e4ngstlicher sind. H\u00e4ufig versuchen Kinder Situationen, Gedanken oder Personen, die sie an das Erlebte erinnern, zu vermeiden. Nachfolgend aufgelistet sind Verhaltensauff\u00e4lligkeiten bzw. Reaktionen, die Kinder nach einen traumatischen Ereignis h\u00e4ufig zeigen und Tipps, wie Sie und Ihr Kind mit diesen umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Trennungs\u00e4ngste<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Versuchen Sie in den ersten Tagen nach dem traumatischen Ereignis oft bei Ihrem Kind zu sein und allzu h\u00e4ufige unn\u00f6tige Trennungen zu vermeiden, vor allem wenn das Kind im Spital ist.<\/li>\n<li>Lassen Sie Ihr Kind bei kurzen Trennungen wissen wohin Sie gehen und wann Sie wieder zur\u00fcckkommen.<\/li>\n<li>Die Verabschiedung vor der Trennung sollte so kurz wie m\u00f6glich gehalten werden und nicht hinausgez\u00f6gert werden. Bringen Sie das Kind vor dem Verlassen in eine angenehme T\u00e4tigkeit.<\/li>\n<li>Sicherheitsgef\u00fchle k\u00f6nnen verst\u00e4rkt werden, indem das Kind etwas, das es gerne hat, mitnehmen kann oder etwas, das an Eltern erinnert, bei sich haben kann (z.B. Schal).<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Schwierigkeiten alleine zu schlafen<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Falls sich Ihr Kind von sich aus w\u00fcnscht, wieder bei Ihnen im Elternbett zu schlafen, k\u00f6nnen Sie dies f\u00fcr eine kurze und im Voraus vereinbarte Zeitspanne erlauben (z.B. 3 N\u00e4chte). Statt im Elternbett k\u00f6nnen Sie Ihr Kind auch im Elternzimmer auf einer separaten Matratze schlafen lassen.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und gucken Sie, dass Ihr Kind sich in seinem Bett und seinem Zimmer wohl f\u00fchlt. Geben Sie ihm etwas von Ihnen mit (Kissen, Schal, etc.) oder h\u00e4ngen Sie einen Traumf\u00e4nger o.\u00e4. auf.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind vor dem Schlafengehen an etwas Sch\u00f6nes zu denken.<\/li>\n<li>Achten Sie bewusst auf ein Einschlafritual (z.B. Geschichte vorlesen, nochmals \u00fcber den Tag sprechen, Einschlaflied singen, usw.). Beachten Sie zudem, dass Ihr Kind immer ungef\u00e4hr zur selben Zeit ins Bett geht.<\/li>\n<li>Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor dem Zubettgehen keine aufregenden Dinge tut (Computerspiele, TV, usw.).<\/li>\n<li>Wenn das Kind M\u00fche mit dem Einschlafen hat, k\u00f6nnen Sie auch ein H\u00f6rbuch oder etwas Musik laufen lassen. Die meisten Kinder schlafen dann von alleine ein.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00dcberm\u00e4ssige Besorgnis<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Manchmal schweigen kleine Kinder oder haben Schwierigkeiten genau zu sagen, was sie bedr\u00fcckt. Beschreiben Sie Gef\u00fchle wie Wut, Traurigkeit oder Sorge, die Kinder in dieser Situation haben k\u00f6nnen und fragen Sie Ihr Kind, welches auf es zutrifft. Sie k\u00f6nnen dazu auch einfache Emojis f\u00fcr verschiedene Gef\u00fchle auf Papier zeichnen, wie Sie sie vielleicht von Ihrem Smartphone her kennen.<\/li>\n<li>Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie und andere Erwachsene es besch\u00fctzen werden und vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit.<\/li>\n<li>Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber seine \u00c4ngste und Sorgen sprechen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Furcht vor Dingen, Orten oder Personen, die an das Trauma erinnern<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es normal ist, dass belastende Erinnerungen Angst machen und dass diese Angst und auch die Erinnerungen mit der Zeit abnehmen werden.<\/li>\n<li>Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass es nicht heisst, wenn es an das Trauma erinnert wird, dass es dann wieder geschieht.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit ist und erkl\u00e4ren Sie ihm, dass Sie es besch\u00fctzen werden.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind, sich langsam wieder an die be\u00e4ngstigenden Dinge zu gew\u00f6hnen und loben Sie es, wenn es das schafft.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie mutiges Verhalten bei Ihrem Kind!<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Vermeidung, \u00fcber das Trauma zu sprechen<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber seine \u00c4ngste und Sorgen sprechen kann.<\/li>\n<li>Warten Sie nicht, bis das Kind das Thema von sich aus anschneidet. Bieten Sie dem Kind M\u00f6glichkeiten, \u00fcber das traumatische Ereignis zu reden.<\/li>\n<li>Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen \u00fcber das traumatische Ereignis und ermuntern Sie es, seine\/ihre Gef\u00fchle auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li>Vermeiden Sie dabei, Ihre eigenen \u00c4ngste und Sorgen mit dem Kind zu besprechen.<\/li>\n<li>Stellen Sie dem Kind beispielsweise geeignetes und motivierendes Spiel- oder Zeichenmaterial zu Verf\u00fcgung.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, dass Kinder \u00e4ngstlicher sind. H\u00e4ufig versuchen Kinder Situationen, Gedanken oder Personen, die sie an das Erlebte erinnern, zu vermeiden. Nachfolgend aufgelistet sind Verhaltensauff\u00e4lligkeiten bzw. Reaktionen, die Kinder nach einen traumatischen Ereignis h\u00e4ufig zeigen und Tipps, wie Sie und Ihr Kind mit diesen umgehen k\u00f6nnen. 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