{"id":164,"date":"2019-04-17T15:19:55","date_gmt":"2019-04-17T14:19:55","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=164"},"modified":"2020-06-04T09:10:10","modified_gmt":"2020-06-04T08:10:10","slug":"acuteinfo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=164","title":{"rendered":"Angst "},"content":{"rendered":"\n<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, dass Kinder \u00e4ngstlicher sind. H\u00e4ufig versuchen Kinder Situationen, Gedanken oder Personen, die sie daran erinnern zu vermeiden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Trennungs\u00e4ngste<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es kommt h\u00e4ufig vor, dass kleine Kinder nach einem traumatischen Ereignis in der ersten Zeit \u00e4ngstlicher sind und z.B. nicht alleine und von ihren Eltern getrennt sein m\u00f6chten.<\/li>\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es bald wieder so sein wird wie fr\u00fcher.<\/li>\n<li>Versuchen Sie in den ersten Tagen nach dem belastenden Ereignis oft beim Kind zu sein und allzu h\u00e4ufige unn\u00f6tige Trennungen zu vermeiden, vor allem wenn das Kind im Spital ist.<\/li>\n<li>Bei kurzen Trennungen ist es wichtig, dass sie das Kind wissen lassen, wohin Sie gehen und wann Sie wieder zur\u00fcckkommen.<\/li>\n<li>Die Verabschiedung vor der Trennung sollte so kurz wie m\u00f6glich gehalten werden und nicht hinausgez\u00f6gert werden. Bringen Sie das Kind vor dem Verlassen in eine angenehme T\u00e4tigkeit.<\/li>\n<li>Sicherheitsgef\u00fchle k\u00f6nnen verst\u00e4rkt werden, indem das Kind etwas, das es gerne hat, mitnehmen kann oder etwas, das an Eltern erinnert, bei sich haben kann (z.B. Schal).<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Schwierigkeiten alleine zu schlafen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es sich wieder daran gew\u00f6hnen wird, alleine zu schlafen und dass diese \u00c4ngste wieder verschwinden werden.<\/li>\n<li>Falls sich das Kind von sich aus w\u00fcnscht, wieder bei Ihnen im Elternbett zu schlafen, k\u00f6nnen Sie dies f\u00fcr eine kurze und im Voraus vereinbarte Zeitspanne erlauben (z.B. 3 N\u00e4chte). Statt im Elternbett k\u00f6nnen Sie Ihr Kind auch im Elternzimmer auf einer separaten Matratze schlafen lassen.<\/li>\n<li>Manchmal hilft es dem Kind auch, wenn es vor\u00fcbergehend mit Geschwistern im selben Zimmer schlafen darf. Dies sollte allerdings nur gemacht werden, wenn die Geschwister dadurch nicht gest\u00f6rt werden und einverstanden sind.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit ist und und schauen Sie, dass sich Ihr Kind im eigenen Zimmer wohl f\u00fchlt. Geben Sie ihm etwas von Ihnen mit (Kissen, Schal etc.) oder h\u00e4ngen Sie einen Traumf\u00e4nger o.\u00e4. auf.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind vor dem Schlafengehen an etwas Sch\u00f6nes zu denken.<\/li>\n<li>Achten Sie bewusst auf ein Einschlafritual (z.B. Geschichte vorlesen, nochmals \u00fcber den Tag sprechen, Einschlaflied singen, usw.). Beachten Sie zudem, dass Ihr Kind immer ungef\u00e4hr zur selben Zeit ins Bett geht.<\/li>\n<li>Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor dem Zubettgehen keine aufregenden Dinge tut (Computerspiele, TV, usw.).<\/li>\n<li>Wenn das Kind M\u00fche mit dem Einschlafen hat, k\u00f6nnen Sie auch ein H\u00f6rbuch oder etwas Musik laufen lassen. Die meisten Kinder schlafen dann von alleine ein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>\u00dcberm\u00e4ssige Besorgnis<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, dass Kinder nach einem traumatischen Ereignis besorgter wirken. Nehmen Sie sich Zeit, um herauszufinden, welche Sorgen es besch\u00e4ftigen.<\/li>\n<li>Manchmal schweigen kleine Kinder oder haben Schwierigkeiten genau zu sagen, was sie bedr\u00fcckt. Beschreiben Sie Gef\u00fchle wie Wut, Traurigkeit oder Sorge, die Kinder in dieser Situation haben k\u00f6nnen und fragen Sie Ihr Kind, welches auf es zutrifft. Sie k\u00f6nnen dazu auch einfache Emojis f\u00fcr verschiedene Gef\u00fchle auf Papier zeichnen, wie Sie sie vielleicht von Ihrem Smartphone her kennen.<\/li>\n<li>Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie und andere Erwachsene es besch\u00fctzen werden und vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit.<\/li>\n<li>Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber seine \u00c4ngste und Sorgen sprechen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Furcht vor Dingen, Orten oder Personen, die an das Trauma erinnern<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es kommt h\u00e4ufig vor, dass sich Kinder nach einem traumatischen Ereignis vor Dingen f\u00fcrchten, die es an das traumatische Ereignis erinnern. Jede Kleinigkeit, die auch nur entfernt an das traumatische Ereignis erinnert, kann so pl\u00f6tzlich bedrohlich werden.<\/li>\n<li>H\u00e4ufig versuchen Kinder Dingen, die sie an das traumatische Ereignis erinnern, aus dem Weg zu gehen, um die damit verbundenen Erinnerungen und \u00c4ngste zu vermeiden. Je st\u00e4rker und l\u00e4nger diese Dinge vermieden werden, desto st\u00e4rker werden die \u00c4ngste.<\/li>\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es normal ist, dass belastende Erinnerungen Angst machen und dass diese Angst und auch die Erinnerungen mit der Zeit abnehmen werden.<\/li>\n<li>Helfen Sie ihm zu verstehen, dass es nicht heisst, wenn es an das traumatische Ereignis erinnert wird, dass es dann wieder geschieht.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und lassen Sie es wissen, dass Sie es besch\u00fctzen werden.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind, sich langsam wieder an die be\u00e4ngstigenden Dinge zu gew\u00f6hnen und loben Sie es, wenn es das schafft. Unterst\u00fctzen Sie mutiges Verhalten bei Ihrem Kind!<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Vermeidung, \u00fcber das traumatische Ereignis zu sprechen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Viele Kinder schweigen oder haben Schwierigkeiten zu sagen, was sie bedr\u00fcckt.<\/li>\n<li>Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber seine \u00c4ngste und Sorgen sprechen kann.<\/li>\n<li>Warten Sie nicht, bis das Kind das Thema von sich aus anschneidet. Bieten Sie dem Kind M\u00f6glichkeiten, \u00fcber das traumatische Ereignis zu reden.<\/li>\n<li>Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen \u00fcber das traumatische Ereignis und ermuntern Sie es, seine Gef\u00fchle auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li>Vermeiden Sie dabei, Ihre eigenen \u00c4ngste und Sorgen mit dem Kind zu besprechen.<\/li>\n<li>Stellen Sie dem Kind beispielsweise geeignetes und motivierendes Spiel- oder Zeichnungsmaterial zu Verf\u00fcgung.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, dass Kinder \u00e4ngstlicher sind. 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