{"id":1735,"date":"2019-09-02T10:32:01","date_gmt":"2019-09-02T09:32:01","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=1735"},"modified":"2020-05-26T14:10:33","modified_gmt":"2020-05-26T13:10:33","slug":"app_teenager_chronic_nervousness_%e2%89%a56_de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=1735","title":{"rendered":"Nervosit\u00e4t\/Hyperaktivit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"page-content\">\n<p>Nach einmalig schwerwiegenden oder langanhaltenden bzw. wiederholten Traumatisierungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass man unruhiger, impulsiver und nerv\u00f6ser ist und beispielsweise Wut- oder Trotzanf\u00e4lle hat. Das Wiedererleben der traumatischen Erfahrungen und der dauernde Versuch, ausl\u00f6senden Situationen aus dem Weg zu gehen, f\u00fchren zu andauernder Anspannung. Nachfolgend aufgelistet sind Verhaltensauff\u00e4lligkeiten bzw. Reaktionen, die Du in diesem Zusammenhang zeigen k\u00f6nntest und Tipps, wie Du gegebenenfalls mit diesen umgehen kannst.<\/p>\n<h4>Ein- und Durchschlafschwierigkeiten<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Einschlafrituale sind ganz besonders nach belastenden Ereignissen von grosser Bedeutung. Versuche dieselben Rituale wie vor dem Erlebten so schnell wie m\u00f6glich wieder einzuf\u00fchren (H\u00f6rbuch\/Podcast oder Musik h\u00f6ren, Freund*innen vom Tag erz\u00e4hlen, usw.)<\/li>\n<li>Falls n\u00f6tig, versuche neue Rituale f\u00fcr Dich zu finden, die Dir helfen einzuschlafen (z.B. Musik oder H\u00f6rbuch h\u00f6ren, lesen, an etwas Sch\u00f6nes denken, usw.).<\/li>\n<li>Selbstberuhigungsrituale k\u00f6nnen eingesetzt werden, wenn Du in der Nacht erwachst und nicht wieder einschlafen kannst (z.B. intensiv an ein sch\u00f6nes Erlebnis denken, usw.).<\/li>\n<li>Du kannst auch die T\u00fcre in Deinem Zimmer leicht offen oder ein Nachtlicht brennen lassen.<\/li>\n<li>Achte grunds\u00e4tzlich darauf, dass Du eine Stunde vor dem Schlafengehen keine aufregenden T\u00e4tigkeiten mehr machst (keine Filme schauen, keine Computerspiele, usw.).<\/li>\n<li>Achte darauf, dass Du w\u00e4hrend des Tages gen\u00fcgend und regelm\u00e4ssige k\u00f6rperliche Bewegung hast und Sport treibst.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Konzentrationsschwierigkeiten<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Versuche zu verstehen, was los ist, wenn Du Konzentrationsschwierigkeiten hast (Hast du ungewollte Gedanken oder Erinnerungen an das Erlebte?).<\/li>\n<li>Versuche herauszufinden, ob es bestimmte Situationen gibt, in welchen die Konzentrationsschwierigkeiten vermehrt auftreten.<\/li>\n<li>Es ist in jedem Fall empfehlenswert, dass Du (oder Deine Eltern) die Lehrperson \u00fcber das Erlebte und die damit verbundenen Schwierigkeiten informierst. Du kannst die Lehrperson f\u00fcr weitere Informationen auch auf diese Website verweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00dcberm\u00e4ssige Vorsicht<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Versuche Deine Sorgen deiner Familie und\/ oder Deinen Freunden*innen mitzuteilen. Dar\u00fcber reden hilft in der Regel bereits.<\/li>\n<li>\u00dcbe Freizeitaktivit\u00e4ten aus und triff Dich mit Freunden*innen. Achte darauf, dass Du bisher beliebte Aktivit\u00e4ten oder Orte nicht vermeidest.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Schreckhaftigkeit<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Versuche Deine \u00c4ngste Deiner Familie und\/ oder Deinen Freunden*innen mitzuteilen. Dar\u00fcber reden hilft in der Regel bereits.<\/li>\n<li>Versuche angstausl\u00f6sende Situationen zu ertragen (und nicht zu vermeiden) und belohne Dich selbst, wenn Du das schaffst (z.B. ins Kino gehen, Freunde*innen treffen, usw.).<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Gereiztheit<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Versuche Deine Gef\u00fchle gegen\u00fcber Deiner Familie und\/ oder Freunden*innen in Worte zu fassen. Dies schafft in der Regel bereits Erleichterung.<\/li>\n<li>Versuche Freizeitaktivit\u00e4ten und Bewegung (z.B. Sport, Schwimmen, Joggen, usw.) als Ventil f\u00fcr Deine Gef\u00fchle und Frustration zu nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4 class=\"Fliesstext\">Hyperaktivit\u00e4t<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nach traumatischen Erfahrungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass man sich unruhig und zappelig verh\u00e4lt. Auch f\u00e4llt es einem oftmals schwer ruhig Aktivit\u00e4ten auszuf\u00fchren.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Auf Grund der Hyperaktivit\u00e4t kann kann es passieren, dass Du Schwierigkeiten in der Schule bekommst. Nimm dann Kontakt mit deinem Lehrer auf und erkl\u00e4ren ihm die Situation. Beziehe Deine Eltern als Unterst\u00fctzung mit ein.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Wutanf\u00e4lle, Aggressivit\u00e4t<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Versuche Deine Bed\u00fcrfnisse, Deine Frustration oder Deine Sorgen gegen\u00fcber Deiner Familie und\/ oder Deinen Freunden*innen in Worte zu fassen.<\/li>\n<li>Vereinbare mit Deinen Eltern, was Du machen kannst, wenn die Wut kommt (in ein Kissen beissen, Boxsack, usw.).<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einmalig schwerwiegenden oder langanhaltenden bzw. wiederholten Traumatisierungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass man unruhiger, impulsiver und nerv\u00f6ser ist und beispielsweise Wut- oder Trotzanf\u00e4lle hat. Das Wiedererleben der traumatischen Erfahrungen und der dauernde Versuch, ausl\u00f6senden Situationen aus dem Weg zu gehen, f\u00fchren zu andauernder Anspannung. Nachfolgend aufgelistet sind Verhaltensauff\u00e4lligkeiten bzw. 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