{"id":1905,"date":"2019-10-08T12:37:03","date_gmt":"2019-10-08T11:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=1905"},"modified":"2020-06-04T14:50:23","modified_gmt":"2020-06-04T13:50:23","slug":"web_teenager_acute_overview_nervousness_de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=1905","title":{"rendered":"Nervosit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal,\u00a0 unruhiger und nerv\u00f6ser zu sein und beispielsweise vermehrt Wutanf\u00e4lle zu haben. Das Wiedererleben des traumatischen Ereignisses und der dauernde Versuch, ausl\u00f6senden Situationen aus dem Weg zu gehen, f\u00fchren zu Anspannung. Aufgrund dessen kommt es vor an Schlafst\u00f6rungen, Konzentrationsproblemen oder erh\u00f6hter Schreckhaftigkeit zu leiden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Ein- und Durchschlafschwierigkeiten<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Einschlafrituale sind ganz besonders nach einem traumatischen Ereignis von grosser Bedeutung. Versuche dieselben Rituale wie vor dem Trauma so schnell wie m\u00f6glich wieder einzuf\u00fchren (H\u00f6rbuch, Podcast oder Musik h\u00f6ren, Freunde*innen vom Tag erz\u00e4hlen, usw.).<\/li>\n<li>Falls n\u00f6tig, versuche neue Rituale f\u00fcr Dich zu finden, die Dir helfen einzuschlafen (z.B. Musik oder H\u00f6rbuch h\u00f6ren, lesen, an etwas Sch\u00f6nes denken, usw.).<\/li>\n<li>Selbstberuhigungsrituale k\u00f6nnen eingesetzt werden, wenn Du in der Nacht erwachst und nicht wieder einschlafen kannst (z.B. beim Einatmen auf 3 z\u00e4hlen, beim Ausatmen auf 5 Z\u00e4hlen (10-20 mal wiederholen), usw.).<\/li>\n<li>Du kannst auch die T\u00fcre in Deinem Zimmer leicht offen oder ein Nachtlicht brennen lassen.<\/li>\n<li>Achte grunds\u00e4tzlich darauf, dass Du eine Stunde vor dem Schlafengehen keine aufregenden T\u00e4tigkeiten mehr machst (keine Filme schauen, keine Computerspiele, usw.).<\/li>\n<li>Achte darauf, dass Du w\u00e4hrend des Tages gen\u00fcgend und regelm\u00e4ssige k\u00f6rperliche Bewegung hast und Sport treibst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Konzentrationsschwierigkeiten<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Konzentrationsschwierigkeiten kommen nach einem traumatischen Ereignis h\u00e4ufig vor. Ungewollte Gedanken oder Erinnerungen an das Ereignis lenken ab und f\u00fchren zu Aufmerksamkeitsproblemen (z.B. in der Schule, bei Hausaufgaben, usw.).<\/li>\n<li>Versuche zu verstehen, was los ist, wenn Du Konzentrationsschwierigkeiten hast.<\/li>\n<li>Versuche herauszufinden, ob es bestimmte Situationen gibt, in welchen die Konzentrationsschwierigkeiten vermehrt auftreten.<\/li>\n<li>Es ist in jedem Fall empfehlenswert, dass Du (oder zusammen mit Deinen Eltern) Deine Lehrperson \u00fcber das traumatische Ereignis und die damit verbundenen Schwierigkeiten informierst. Du kannst die Lehrperson f\u00fcr weitere Informationen auch auf diese Website verweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>\u00dcberm\u00e4ssige Vorsicht<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, sich \u00fcberm\u00e4ssig wachsam und angespannt zu verhalten.<\/li>\n<li>Versuche Deine Sorgen deiner Familie und\/ oder Deinen Freunden*innen mitzuteilen. Diese innere Unruhe ist normal und wird wieder weggehen.<\/li>\n<li>\u00dcbe Freizeitaktivit\u00e4ten aus und triff Dich mit Freunden*innen. Achte darauf, dass Du bisher beliebte Aktivit\u00e4ten oder Orte nicht vermeidest.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Schreckhaftigkeit<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, nach einem traumatischen Ereignis schreckhafter zu sein. Angst zu haben, dass Dir etwas (\u00e4hnliches) Schlimmes erneut passiert und das st\u00e4ndige Absuchen der Umgebung nach m\u00f6glichen Risiken, kommt h\u00e4ufig vor. Kleinste Reize (z.B. Ger\u00e4usche) k\u00f6nnen erschreckend sein.<\/li>\n<li>Versuche Deine \u00c4ngste Deiner Familie und\/ oder Deinen Freunden*innen mitzuteilen. Dar\u00fcber reden hilft in der Regel bereits.<\/li>\n<li>Versuche angstausl\u00f6sende Situationen zu ertragen (und nicht zu vermeiden) und belohne Dich selbst, wenn Du das schaffst (z.B. ins Kino gehen, Freunde*innen treffen, usw.).<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Gereiztheit<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nervosit\u00e4t und andauernde Anspannung sind nach einem traumatischen Ereignis normal. Diese zeigen sich h\u00e4ufig durch schlechte Laune oder Gereiztheit.<\/li>\n<li>Verschiedene Gef\u00fchle wie Anspannung, M\u00fcdigkeit oder Sorgen k\u00f6nnen zu Wut oder gereiztem Verhalten f\u00fchren.<\/li>\n<li>Versuche Deine Gef\u00fchle gegen\u00fcber Deiner Familie und\/ oder Freunden*innen in Worte zu fassen. Dies schafft in der Regel bereits Erleichterung.<\/li>\n<li>Versuche Freizeitaktivit\u00e4ten und Bewegung (z.B. Schwimmen, Joggen, usw.) als Ventil f\u00fcr Deine Gef\u00fchle und Frustration zu nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Wutanf\u00e4lle, Aggressivit\u00e4t<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, nach einem traumatischen Ereignis reizbarer und sensibler und dadurch schneller frustriert und aggressiv zu sein.<\/li>\n<li>Versuche Deine Bed\u00fcrfnisse, Deine Frustration oder Deine Sorge gegen\u00fcber Deiner Familie und\/ oder Deinen Freund*innen in Worte zu fassen.<\/li>\n<li>Vereinbare mit Deinen Eltern, was Du machen kannst, wenn die Wut kommt (in ein Kissen beissen, Boxsack, laut Musik h\u00f6ren, usw.).<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal,\u00a0 unruhiger und nerv\u00f6ser zu sein und beispielsweise vermehrt Wutanf\u00e4lle zu haben. 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