{"id":255,"date":"2019-04-24T09:12:41","date_gmt":"2019-04-24T08:12:41","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=255"},"modified":"2020-06-04T12:33:30","modified_gmt":"2020-06-04T11:33:30","slug":"chronicgeneralinformationsupport-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=255","title":{"rendered":"Angst"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"Fliesstext\">Nach besonders schweren oder wiederholten bzw. langanhaltenden Traumatisierungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder \u00e4ngstlicher sind. Oft versuchen Kinder dann Situationen, Gedanken oder Personen, die sie an das Erlebte erinnern zu vermeiden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Trennungs\u00e4ngste<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Es ist normal, dass kleine Kinder nach traumatischen Erfahrungen \u00e4ngstlicher sind und z.B. nicht alleine und von ihren Eltern getrennt sein m\u00f6chten.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Bei kurzen Trennungen ist es wichtig, dass sie das Kind wissen lassen, wohin Sie gehen und wann Sie wieder zur\u00fcckkommen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Die Verabschiedung vor der Trennung sollte so kurz wie m\u00f6glich gehalten werden und nicht hinausgez\u00f6gert werden. Bringen Sie das Kind vor dem Weggehen in eine angenehme T\u00e4tigkeit.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Sicherheitsgef\u00fchle k\u00f6nnen verst\u00e4rkt werden, indem das Kind etwas, das es gerne hat, mitnehmen kann oder etwas, das an Eltern erinnert, bei sich haben kann (z.B. Schal).<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Schwierigkeiten alleine zu schlafen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Versichern Sie Ihrem Kind, dass es in Sicherheit ist und sich in seinem Bett und seinem Zimmer wohl f\u00fchlt. Geben Sie ihm etwas von Ihnen mit (Kissen, Schal etc.) oder h\u00e4ngen Sie einen Traumf\u00e4nger o.\u00e4. auf.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind vor dem Schlafengehen an etwas Sch\u00f6nes zu denken.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Achten Sie bewusst auf ein Einschlafritual (z.B. Geschichte vorlesen, nochmals \u00fcber den Tag sprechen, usw.). Beachten Sie zudem, dass Ihr Kind immer ungef\u00e4hr zur selben Zeit ins Bett geht.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor dem Zubettgehen keine aufregenden Dinge tut (Computerspiele, TV, usw.).<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Wenn Ihr Kind M\u00fche mit dem Einschlafen hat, k\u00f6nnen Sie auch ein H\u00f6rbuch oder etwas Musik laufen lassen. Die meisten Kinder schlafen dann von alleine ein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>\u00dcberm\u00e4ssige Besorgnis<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es kommt h\u00e4ufig vor, dass Kinder nach traumatischen Erfahrungen besorgter wirken. Nehmen Sie sich Zeit, um herauszufinden, welche Sorgen Ihr Kind besch\u00e4ftigen.<\/li>\n<li>Manchmal schweigen kleine Kinder oder haben Schwierigkeiten genau zu sagen, was sie bedr\u00fcckt. Beschreiben Sie Gef\u00fchle wie Wut, Traurigkeit oder Sorge, die Kinder in dieser Situation haben k\u00f6nnen und fragen Sie Ihr Kind, welches auf es zutrifft. Sie k\u00f6nnen dazu auch einfache Emojis f\u00fcr verschiedene Gef\u00fchle auf Papier zeichnen, wie Sie sie vielleicht von Ihrem Smartphone her kennen.<\/li>\n<li>Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie und andere Erwachsene es besch\u00fctzen werden und vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit.<\/li>\n<li>Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber seine \u00c4ngste und Sorgen sprechen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Furcht vor Dingen, Orten oder Personen, die an die traumatischen Erfahrungen erinnern<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Kinder f\u00fcrchten sich nach traumatischen Erfahrungen oft vor Dingen, die sie an die traumatischen Ereignisse erinnern. Jede Kleinigkeit, die auch nur entfernt an das Erlebte erinnert, kann so pl\u00f6tzlich bedrohlich werden (z.B. Ort, Person, Geruch, Gespr\u00e4ch, usw.).<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">H\u00e4ufig versuchen Kinder Dingen, die sie die traumatische Erfahrungen erinnern, aus dem Weg zu gehen, um die damit verbundenen Erinnerungen und \u00c4ngste zu vermeiden. Je st\u00e4rker und l\u00e4nger diese Dinge vermieden werden, desto st\u00e4rker werden die \u00c4ngste davor.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es normal ist, dass belastende Erinnerungen Angst machen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass es nicht heisst, wenn es an die traumatischen Ereignisse erinnert wird, dass diese dann wieder geschieht.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und erkl\u00e4ren Sie ihm dass Sie es besch\u00fctzen werden.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind, sich langsam wieder an die \u00e4ngstigenden Dinge zu gew\u00f6hnen und loben Sie es, wenn es das schafft. Unterst\u00fctzen Sie mutiges Verhalten bei Ihrem Kind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Vermeidung, \u00fcber das Trauma zu sprechen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Viele Kinder schweigen oder haben Schwierigkeiten nach traumatischen Erfahrungen zu sagen, was sie bedr\u00fcckt.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber \u00c4ngste und Sorgen sprechen kann.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Warten Sie nicht, bis das Kind das Thema von sich aus anschneidet. Bieten Sie dem Kind M\u00f6glichkeiten, \u00fcber das Erlebte zu reden.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen \u00fcber das Erlebte und ermuntern Sie es, seine Gef\u00fchle auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Vermeiden Sie dabei, Ihre eigenen \u00c4ngste und Sorgen mit Ihrem Kind zu besprechen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Stellen Sie Ihrem Kind beispielsweise geeignetes Spiel- oder Zeichnungsmaterial zu Verf\u00fcgung, um Sorgen und \u00c4ngste ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach besonders schweren oder wiederholten bzw. langanhaltenden Traumatisierungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder \u00e4ngstlicher sind. 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