{"id":280,"date":"2019-04-24T09:21:50","date_gmt":"2019-04-24T08:21:50","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=280"},"modified":"2020-06-04T15:09:00","modified_gmt":"2020-06-04T14:09:00","slug":"chronicgeneralinformationsupport6nervousnesshyper_de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=280","title":{"rendered":"Nervosit\u00e4t\/Hyperaktivit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"Fliesstext\">Nach besonders schweren oder wiederholten bzw. langanhaltenden Traumatisierungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder und Jugendliche unruhiger, impulsiver und nerv\u00f6ser sind und beispielsweise Wut- oder Trotzanf\u00e4lle haben. Das Wiedererleben der traumatischen Ereignisse und der dauernde Versuch, ausl\u00f6senden Situationen aus dem Weg zu gehen, f\u00fchren bei Kindern und\u00a0 Jugendlichen zu Anspannungen. Sie k\u00f6nnen deshalb an Schlafst\u00f6rungen, Konzentrationsproblemen oder erh\u00f6hter Schreckhaftigkeit leiden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Ein- und Durchschlafschwierigkeiten<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Viele Kinder und Jugendliche, die traumatische Ereignisse erlebt haben, leiden an Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten. Einschlafrituale k\u00f6nnen helfen, dass Ihr Kind besser schl\u00e4ft (z.B. Geschichte erz\u00e4hlen, vom Tag erz\u00e4hlen, usw.)<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Falls n\u00f6tig, helfen Sie Ihrem Kind Rituale f\u00fcr sich zu finden, die ihm helfen einzuschlafen (z.B.. Podcast, H\u00f6rbuch oder Musik h\u00f6ren, lesen, an etwas Sch\u00f6nes denken, etc.).<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Selbstberuhigungsrituale k\u00f6nnen eingesetzt werden, wenn Ihr Kind in der Nacht erwacht. Bevor Ihr Kind Sie aufweckt, sollte es diese Rituale ausprobieren. Es k\u00f6nnte z. B. sein Lieblingsstofftier als Besch\u00fctzer oder ein Gegenstand von Ihnen als Unterst\u00fctzung bei sich im Bett haben.<\/li>\n<li>Zur Beruhigung k\u00f6nnen einfache Atem\u00fcbungen angewendet werden (beim Einatmen auf 3 z\u00e4hlen, beim Ausatmen auf 5 z\u00e4hlen). Wiederholen Sie dies zusammen ein paar Minuten lang.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Sie k\u00f6nnen auch die T\u00fcre im Kinderzimmer leicht offen oder ein Nachtlicht brennen lassen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Grunds\u00e4tzlich sollte darauf geachtet werden, dass eine Stunde vor dem Schlafengehen keine aufregenden T\u00e4tigkeiten gemacht werden (kein TV oder Handy, keine Computer-Spiele).<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Achten Sie darauf, dass Ihr Kind w\u00e4hrend des Tages gen\u00fcgend und regelm\u00e4ssige k\u00f6rperliche Bewegung hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>\u00dcberm\u00e4ssige Vorsicht<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Nach traumatischen Ereignissen kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder und Jugendliche sich \u00fcberm\u00e4ssig wachsam und angespannt verhalten.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Helfen Sie Ihrem Kind seine Sorgen mitzuteilen. Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass seine innerliche Unruhe normal ist und wieder weggehen wird.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Ermuntern Sie Ihr Kind zu Freizeitaktivit\u00e4ten und Treffen mit Freund*innen<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Achten Sie darauf, dass bisher beliebte Aktivit\u00e4ten oder Orte nicht gemieden werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Schreckhaftigkeit<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Es ist normal, dass Kinder und Jugendliche nach traumatischen Ereignissen schreckhafter sind. Sie haben oft Angst, dass ihnen so etwas erneut passieren k\u00f6nnte und suchen die Umgebung st\u00e4ndig nach m\u00f6glichen Gefahren ab. Kleinste Reize (z.B. Ger\u00e4usche) k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche erschrecken.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie und andere Erwachsene es besch\u00fctzen werden und vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Geben Sie Ihrem Kind die M\u00f6glichkeit, seine \u00c4ngste mitzuteilen und nehmen Sie die \u00c4ngste ernst.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Seien Sie Ihrem Kind gegen\u00fcber so gelassen wie m\u00f6glich. Erz\u00e4hlen Sie ihm nicht von eigenen \u00c4ngsten und Sorgen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit, indem Sie ihm viel Zuwendung geben, sich in seiner N\u00e4he aufhalten und h\u00e4ufig mit ihm sprechen oder spielen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Achten Sie darauf, dass Sie die \u00c4ngste Ihres Kindes nicht verst\u00e4rken. Ermuntern Sie es soweit wie m\u00f6glich, angstausl\u00f6sende Situationen zu ertragen und loben Sie es, wenn es das schafft. Ermuntern Sie mutiges Verhalten!<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Gereiztheit<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">K\u00f6rperliche \u00dcbererregung und andauernde Anspannung sind nach traumatischen Ereignissen normal. Diese zeigen sich bei Kindern und Jugendlichen h\u00e4ufig durch schlechte Laune oder Gereiztheit.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass verschiedene Gef\u00fchle wie Anspannung, M\u00fcdigkeit oder Sorgen zu Wut oder gereiztem Verhalten f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Helfen Sie Ihrem Kind seine Gef\u00fchle in Worte auszudr\u00fccken und h\u00f6ren Sie sorgf\u00e4ltig zu und versuchen Sie ihm zu helfen, seine Frustrationen oder Sorgen auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Auf Grund der Reizbarkeit kann Ihr Kind auch den Unterricht in der Schule st\u00f6ren. Nehmen Sie dann Kontakt mit der Lehrperson auf und erkl\u00e4ren Sie ihr in Absprache mit Ihrem Kind die Situation.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Konzentrationsschwierigkeiten<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Konzentrationsschwierigkeiten sind bei Kindern und Jugendlichen nach traumatischen Ereignissen h\u00e4ufig. Ungewollte Gedanken oder Erinnerungen an das Erlebte lenken betroffen Kinder und Jugenliche ab und f\u00fchren zu Aufmerksamkeitsproblemen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, was los ist, wenn es Konzentrationsschwierigkeiten hat. Finden Sie mit Ihrem Kind heraus, ob es bestimmte Situationen gibt, in welchen die Konzentrationsschwierigkeiten vermehrt auftreten.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Es ist in jedem Fall empfehlenswert, dass Sie die Lehrperson Ihres Kindes \u00fcber die traumatischen Erfahrungen Ihres Kindes und die damit verbundenen Schwierigkeiten informieren. Sie k\u00f6nnen die Lehrperson f\u00fcr weitere Informationen auch auf diese Website verweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Hyperaktivit\u00e4t<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nach traumatischen Erfahrungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder und Jugendliche sich unruhig und zappelig verhalten. Es f\u00e4llt ihnen oftmals auch schwer ruhig zu spielen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Auf Grund der Hyperaktivit\u00e4t kann Ihr Kind auch den Unterricht in der Schule st\u00f6ren (z.B. aufstehen, mit dem Stuhl schaukeln, usw).<\/li>\n<li>Es ist in jedem Fall empfehlenswert, dass Sie die Lehrperson Ihres Kindes \u00fcber die traumatischen Erfahrungen Ihres Kindes und die damit verbundenen Schwierigkeiten informieren. Sie k\u00f6nnen die Lehrperson f\u00fcr weitere Informationen auch auf diese Website verweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Wutanf\u00e4lle, Aggressivit\u00e4t<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li class=\"Fliesstext\">Es ist normal, dass Kinder und Jugendliche nach traumatischen Erfahrungen reizbarer und sensibler sind und dadurch schneller frustriert und aggressiv sind.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Seien Sie geduldig und versuchen Sie zu verstehen, was in Ihrem Kind innerlich vor sich geht: Ist Ihr Kind ver\u00e4ngstigt, w\u00fctend oder gelangweilt?<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind, seine Bed\u00fcrfnisse, seine Frustration oder seine Sorge in Worte zu fassen und helfen Sie ihm, seine Wut mit anderen Mitteln auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass Sie verstehen, wenn es im Moment schneller w\u00fctend ist, seien Sie aber in Ihrem Erziehungsverhalten trotzdem konsequent.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Stellen Sie klare Verhaltensregeln auf und setzen Sie klare Grenzen. Lassen Sie Ihr Kind wissen, wenn etwas nicht ok ist und unterbrechen Sie aggressives Verhalten immer sofort. Lassen Sie die Situation nicht eskalieren, intervenieren Sie m\u00f6glichst fr\u00fch.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Verwenden Sie einfache, ruhige und vern\u00fcnftige Instruktionen.<\/li>\n<li class=\"Fliesstext\">Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, was es machen kann, wenn die Wut kommt (in ein Kissen beissen, Boxsack, usw.). Stellen Sie auch hierzu klare Regeln auf.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach besonders schweren oder wiederholten bzw. langanhaltenden Traumatisierungen kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder und Jugendliche unruhiger, impulsiver und nerv\u00f6ser sind und beispielsweise Wut- oder Trotzanf\u00e4lle haben. Das Wiedererleben der traumatischen Ereignisse und der dauernde Versuch, ausl\u00f6senden Situationen aus dem Weg zu gehen, f\u00fchren bei Kindern und\u00a0 Jugendlichen zu Anspannungen. Sie k\u00f6nnen deshalb an Schlafst\u00f6rungen, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3415,"parent":247,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"featured_image_src":"https:\/\/kidtrauma.org\/wp-content\/uploads\/Schreckhaftigkeit.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/280"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=280"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6058,"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/280\/revisions\/6058"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/247"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kidtrauma.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}