{"id":2881,"date":"2020-01-30T13:46:29","date_gmt":"2020-01-30T12:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=2881"},"modified":"2020-05-26T12:46:28","modified_gmt":"2020-05-26T11:46:28","slug":"web_teenager_chronic_cognitionmood_de-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=2881","title":{"rendered":"Denken\/Stimmung"},"content":{"rendered":"\n<p>Einmalig schwerwiegende oder langanhaltende bzw. wiederholte Traumatisierungen k\u00f6nnen langfristig beeinflussen, wie man \u00fcber sich selbst, andere oder die Welt denkt. Zudem kommt es h\u00e4ufig vor niedergeschlagen und traurig zu sein. Beispielsweise denkt man wertlos zu sein und dass man niemanden mehr vertrauen kann. Folglich kann es passieren, dass man gewohnten Freizeitaktivit\u00e4ten nicht mehr nachgeht und sich von Familie und Freund*innen zur\u00fcckzieht.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Unf\u00e4higkeit, wichtige Aspekte des traumatischen Ereignisses zu erinnern<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Manchmal kann man sich nicht an alle oder nur bestimmte Einzelheiten des Erlebten erinnern.<\/li>\n<li>Durch das \u201eL\u00f6schen\u201c traumatischer Ereignisse aus dem Ged\u00e4chtnis versucht Dein Gehirn Dich vor Stress zu sch\u00fctzen.<\/li>\n<li>Oftmals st\u00f6rt es Jugendliche nicht, wenn sie sich nicht vollst\u00e4ndig an schlimme Ereignisse erinnern k\u00f6nnen. Falls Du Erinnerungsl\u00fccken hast und dir das Probleme bereitet, versuche Deine Erinnerungen mit Deiner Familie und\/ oder Deinen Freund*innen zu teilen und such aktiv nach Informationen, die deine Erinnerungsl\u00fccken f\u00fcllen k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Negative \u00dcberzeugungen bezgl. der eigenen Person, anderen oder \u201edie Welt\u201c<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Oftmals entwickelt man nach traumatischen Erfahrungen negative Grund\u00fcberzeugungen, welche eine wichtige Rolle bei der Ausl\u00f6sung und dem Beibehalten verschiedener Probleme wie z.B. Vermeidungsverhalten oder wiederkehrenden Gedanken spielen.<\/li>\n<li>Zu diesen negativen Gedanken z\u00e4hlen Annahmen \u00fcber sich Selbst (&#8220;Ich bin ein Versager und unf\u00e4hig.&#8221;), andere (&#8220;Ich kann niemanden mehr vertrauen.&#8221;) und die Welt (&#8220;Die Welt ist extrem gef\u00e4hrlich.&#8221;).<\/li>\n<li>Oft sucht man dann in bestimmten Situationen nach Informationen, die diese negativen Grund\u00fcberzeugungen best\u00e4tigen (und ignoriert Informationen, die nicht mit den negativen Grund\u00fcberzeugungen \u00fcbereinstimmen).<\/li>\n<li>Es kann helfen diese \u00dcberzeugungen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Welche M\u00f6glichkeiten gibt es anders dar\u00fcber zu denken? Was w\u00fcrde ein*e Freund*in in der gleichen Situation denken? Was w\u00fcrdest Du einem*r Freund*in raten? Hilft es Dir so zu denken?<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Verzerrte Selbstvorw\u00fcrfe oder falsche Beschuldigung anderer Personen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>H\u00e4ufig neigt man dazu, sich selbst f\u00fcr das, was einem passiert ist, die Schuld zu geben (Verursachung bzw. Nicht-Verhinderung des Ereignisses).<\/li>\n<li>Manchmal macht man auch andere Menschen f\u00e4lschlicherweise f\u00fcr die traumatischen Ereignisse verantwortlich. Dabei ist man sich der falschen Anschuldigung nicht bewusst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Anhaltend negatives Gef\u00fchlserleben<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>H\u00e4ufig erlebt man nach traumatischen Ereignissen anhaltende negative Gef\u00fchle wie Scham, Schuld, \u00c4rger, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit.<\/li>\n<li>Wichtig zu wissen ist, dass es gute Behandlungsm\u00f6glichkeit gibt, um mit schlimmen Ereignissen klarzukommen. Deshalb wende Dich in so einem Fall an deine Eltern, die Lehrperson oder direkt an eine*n Therapeut*in und besprich, ob und welche Therapieangebote f\u00fcr Dich passen k\u00f6nnten. Erkundige Dich nach Therapieangeboten. Via der KidTrauma-Webseite und -App (<strong>Therapiestellen<\/strong>) kannst Du nach Expert*innen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychotraumatolgie suchen. Beziehe Deine Eltern mit ein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Vermindertes Interesse an Aktivit\u00e4ten<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nach traumatischen Ereignissen nimmt man of nicht mehr an Aktivit\u00e4ten teil, die man zuvor genossen hat.<\/li>\n<li>Versuch unbedingt Deine Hobbies weiter auszu\u00fcben oder versuche mal ganz neues Dinge aus, am besten zusammen mit deinen Freunden. Oft bemerkt man erst dann, dass bestimmte Aktivit\u00e4ten Freude bereiten, wenn man einmal damit angefangen hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>R\u00fcckzug\/Entfremdung von anderen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Sozialer R\u00fcckzug ist eine typische Reaktion nach traumatischen Ereignissen.<\/li>\n<li>Studien zeigen, dass soziale Unterst\u00fctzung eine der gr\u00f6\u00dften Hilfen nach einem Trauma sein kann. Versuche deshalb unbedingt wieder Kontakt zu anderen zu suchen und Dich mit vertrauten Personen dar\u00fcber auszutauschen, wie es Dir geht.<\/li>\n<li>Du kannst Dich aber nat\u00fcrlich auch einfach nur so mit Deinen Freund*innen treffen und mit ihnen eine gute Zeit verbringen, ohne \u00fcber das traumatische Ereignis zu sprechen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Eingeschr\u00e4nkte Wahrnehmung von positiven Affekten<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Oftmals haben Jugendliche Schwierigkeiten, positive Gef\u00fchle wie Gl\u00fcck oder Liebe, zu empfinden.\u00a0<\/li>\n<li>Vielen Jugendlichen geht es nach traumatischen Ereignissen so. Falls Du merkst, dass es nicht besser wird, oder Dich sehr belastet, wende dich an deine Eltern, deine Lehrperson oder direkt an eine*n Therapeut*in. Erkundige Dich nach Therapieangeboten. Via der KidTrauma-Webseite und -App (<strong>Therapiestellen<\/strong>) kannst Du nach Experten*innen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychotraumatolgie suchen. Beziehen Deine Eltern mit ein.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einmalig schwerwiegende oder langanhaltende bzw. wiederholte Traumatisierungen k\u00f6nnen langfristig beeinflussen, wie man \u00fcber sich selbst, andere oder die Welt denkt. Zudem kommt es h\u00e4ufig vor niedergeschlagen und traurig zu sein. Beispielsweise denkt man wertlos zu sein und dass man niemanden mehr vertrauen kann. 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