{"id":517,"date":"2019-05-27T14:36:17","date_gmt":"2019-05-27T13:36:17","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=517"},"modified":"2020-05-04T13:25:36","modified_gmt":"2020-05-04T12:25:36","slug":"acute_generalinformation_support-6_-memories-nightmares_de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=517","title":{"rendered":"Belastende Erinnerungen\/Albtr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"Fliesstext\">Es ist normal, dass sich im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis belastende Erinnerungen (Bilder, Ger\u00e4usche, Gedanken, Albtr\u00e4ume, etc.) an das Geschehene aufdr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Albtr\u00e4ume<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nach einem traumatischen Ereignis haben viele Kinder Albtr\u00e4ume.<\/li>\n<li>Die Inhalte der Albtr\u00e4ume m\u00fcssen thematisch nicht unbedingt mit dem traumatischen Ereignis zusammenh\u00e4ngen.<\/li>\n<li>Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass Albtr\u00e4ume normal und eine nat\u00fcrliche Antwort auf belastende Situationen sind und \u00fcblicherweise schnell wieder verschwinden.<\/li>\n<li>Wenn Ihr Kind mitten in der Nacht durch einen Albtraum erwacht, schauen Sie, dass es richtig wach wird, beruhigen Sie es dann. Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und helfen Sie Ihrem Kind anschliessend wieder einzuschlafen, indem sie mit ihm \u00fcberlegen, was es Sch\u00f6nes tr\u00e4umen k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>Manchmal hilft es auch, ein kleines Licht brennen zu lassen oder einen Traumf\u00e4nger zu basteln.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Belastende Gedanken oder Bilder an das Trauma<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Viele Kinder werden immer wieder an das traumatische Ereignis erinnert und sind dadurch belastet.<\/li>\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es normal ist, dass belastende Erinnerungen Angst machen und dass diese Angst und auch die Erinnerungen wieder verschwinden werden.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind, Situationen zu erkennen, die Erinnerungen an das traumatische Ereignis hervorrufen (z. B. Menschen, Orte, Ger\u00e4usche, Ger\u00fcche, Gef\u00fchle, Tageszeiten).<\/li>\n<li>Helfen Sie ihm zu verstehen, dass es nicht heisst, wenn es an das traumatische Ereignis erinnert wird, dass es dann wieder geschieht.<\/li>\n<li>Ermutigen Sie Ihr Kind mutig zu sein und angstausl\u00f6sende Situationen auszuhalten. Loben Sie es, wenn es das schafft.<\/li>\n<li>Sie k\u00f6nnen Ihrem Kind helfen, indem Sie ihm zeigen, wie es sich selber oder durch die Hilfe anderer von belastenden Erinnerungen ablenken kann bzw. wie es sich mal eine Pause von den unangenehmen Gedanken nehmen kann und an etwas Sch\u00f6nes denken kann (z.B. letztes Geburtstagsfest).<\/li>\n<li>Unternehmen Sie mit Ihrem Kind etwas Sch\u00f6nes und helfen Sie ihm, an fr\u00fchere, sch\u00f6ne Erinnerungen zu denken, etwas Spassiges zu machen, Freunde zu treffen, einer Besch\u00e4ftigung nachzugehen oder eine andere beliebte Aktivit\u00e4ten auszuf\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>K\u00f6rperliche Beschwerden bei Erinnerungen an das traumatische Ereignis<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Erinnerungen und Gedanken an das traumatische Ereignis l\u00f6sen manchmal auch k\u00f6rperliche Reaktionen aus (Herzklopfen, Bauchweh, usw.).<\/li>\n<li>Versuchen Sie herauszufinden, ob die Schmerzen eine k\u00f6rperliche Ursache haben. Falls nicht, tr\u00f6sten Sie ihr Kind und erkl\u00e4ren Sie ihm, dass Menschen manchmal auch Schmerzen haben, wenn sie etwas stark belastet, so wie beispielsweise die Erinnerungen an das traumatische Eregnis. Das heisst nicht, dass man krank ist. Diese Schmerzen gehen ohne Tablette oder Z\u00e4pfchen wieder weg.<\/li>\n<li>Lenken Sie ihr Kind mit angenehmen Sachen ab, ermuntern Sie es zum Spielen oder zu sonstigen T\u00e4tigkeiten, die es mag.<\/li>\n<li>Versuchen Sie den k\u00f6rperlichen Symptomen nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Sagen Sie Ihrem Kind z.B., sobald es ihm besser gehe, w\u00fcrden sie gemeinsam ein Spiel machen.<\/li>\n<li>Sie k\u00f6nnen dem Kind bei Bauchschmerzen auch einen warmen Wickel machen oder bei Kopfschmerzen einen k\u00fchlen Waschlappen auf den Kopf tun.<\/li>\n<li>Verwenden Sie auch Strategien, die schon vor dem traumatischen Ereignis hilfreich waren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Bei Erinnerungen leicht aus der Fassung geraten<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, dass Kinder durch verschiedene Dinge immer wieder an das traumatische Ereignis erinnert werden und dadurch leicht aus der Fassung geraten.<\/li>\n<li>Beruhigen Sie ihr Kind und erkl\u00e4ren Sie ihm, dass es normal ist, dass es schneller aus der Fassung kommt.<\/li>\n<li>Versichern Sie Ihrem Kind so oft wie n\u00f6tig, dass es nun in Sicherheit ist.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind, seine Sorgen mitzuteilen und bieten Sie ihm dazu verschiedene M\u00f6glichkeiten (Emojis, Zeichnungen, usw.).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>H\u00e4ufiges Nachspielen des Traumas<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Viele Kinder spielen nach einem traumatischen Ereignis immer wieder belastende Szenen nach.<\/li>\n<li>Gerade j\u00fcngere Kinder haben manchmal M\u00fche, ihre Gef\u00fchle und Gedanken in Worte auszudr\u00fccken. Es ist f\u00fcr das Kind deshalb hilfreich, dies im Spiel oder in Zeichnungen auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li>Wenn Ihr Kind immer wieder belastende Szenen spielt, spielen Sie mit und helfen Sie, die Spielszenen zu einem guten Ende zu bringen (z.B. bedrohte Figuren sch\u00fctzen).<\/li>\n<li>Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie und andere Erwachsene es besch\u00fctzen werden. Z\u00e4hlen Sie dabei konkrete Beispiele auf.<\/li>\n<li>Helfen Sie Ihrem Kind, auch Spiele zu spielen, die nicht mit der traumatischen Erfahrung in Zusammenhang stehen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Verhalten als w\u00fcrde das Trauma wieder passieren<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Viele Kinder haben nach einem traumatischen Ereignis Angst, es nochmals zu erleben.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit.<\/li>\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, wenn es merkt, dass es an das traumatische Ereignis erinnert wird, dass es normal ist, dass es sich dadurch traurig, \u00e4ngstlich oder w\u00fctend f\u00fchlt.<\/li>\n<li>Lassen Sie Ihr Kind z. B. seine Sorgen aufschreiben und bestimmen Sie mit ihm eine Zeit, um die Sorgen zu besprechen.<\/li>\n<li>Kurze Entspannungs\u00fcbungen wie einfache Atem\u00fcbungen mit Z\u00e4hlen auf 3 beim Einatmen und Z\u00e4hlen auf 5 beim Ausatmen helfen, wenn sie mehrmals wiederholt werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist normal, dass sich im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis belastende Erinnerungen (Bilder, Ger\u00e4usche, Gedanken, Albtr\u00e4ume, etc.) an das Geschehene aufdr\u00e4ngen. \u00a0 Albtr\u00e4ume Nach einem traumatischen Ereignis haben viele Kinder Albtr\u00e4ume. Die Inhalte der Albtr\u00e4ume m\u00fcssen thematisch nicht unbedingt mit dem traumatischen Ereignis zusammenh\u00e4ngen. 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