{"id":519,"date":"2019-05-27T14:39:00","date_gmt":"2019-05-27T13:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vps31252.alfahosting-vps.de\/wordpress\/?page_id=519"},"modified":"2020-05-04T15:12:34","modified_gmt":"2020-05-04T14:12:34","slug":"acute_generalinformation_support-6_anxiety_de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kidtrauma.org\/?page_id=519","title":{"rendered":"Angst"},"content":{"rendered":"\n<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, dass Kinder und Jugendliche \u00e4ngstlicher sind. H\u00e4ufig versuchen Kinder und Jugendliche Situationen, Orte oder Personen, die sie daran erinnern zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Trennungs\u00e4ngste<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, dass Kinder nach einem traumatischen Ereignis in der ersten Zeit etwas \u00e4ngstlicher sind und z.B. nicht alleine und von ihren Eltern getrennt sein m\u00f6chten.<\/li>\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es bald wieder so sein wird wie fr\u00fcher.<\/li>\n<li>Versuchen Sie in den ersten Tagen nach dem traumatischen Ereignis oft bei Ihrem Kind zu sein, vor allem wenn das Kind im Spital ist.<\/li>\n<li>Bei Trennungen ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind wissen lassen, wohin Sie gehen und wann Sie wieder zur\u00fcckkommen.<\/li>\n<li>Die Verabschiedung vor der Trennung sollte so kurz wie m\u00f6glich gehalten werden und nicht hinausgez\u00f6gert werden. Bringen Sie Ihr Kind vor dem Verlassen in eine angenehme T\u00e4tigkeit.<\/li>\n<li>Sicherheitsgef\u00fchle k\u00f6nnen verst\u00e4rkt werden, indem Ihr Kind etwas, das es gerne hat, mitnehmen kann oder etwas, das es an Sie erinnert, bei sich haben kann (z.B. Schal).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Schwierigkeiten alleine zu schlafen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, dass Kinder und Jugendliche Angst davor haben, nachts alleine zu sein oder alleine zu schlafen.<\/li>\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es sich wieder daran gew\u00f6hnen wird, alleine zu schlafen und dass diese \u00c4ngste wieder verschwinden werden.<\/li>\n<li>Falls sich Ihr Kind von sich aus w\u00fcnscht, wieder bei Ihnen im Elternbett zu schlafen, k\u00f6nnen Sie dies f\u00fcr eine kurze und im Voraus vereinbarte Zeitspanne erlauben (z.B. 3 N\u00e4chte). Statt im Elternbett k\u00f6nnen Sie Ihr Kind f\u00fcr eine beschr\u00e4nkte Zeit auch im Elternzimmer auf einer separaten Matratze schlafen lassen.<\/li>\n<li>Manchmal hilft es Kindern auch, wenn sie vor\u00fcbergehend mit Geschwistern im selben Zimmer schlafen d\u00fcrfen. Dies sollte nur gemacht werden, wenn die Geschwister dadurch nicht gest\u00f6rt werden und einverstanden sind.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit. Sicherheitsgef\u00fchle k\u00f6nnen verst\u00e4rkt werden, indem Ihr Kind etwas, das es gerne hat, oder etwas, das es an Sie erinnert, bei sich haben kann (z.B. Schal) oder h\u00e4ngen Sie einen Traumf\u00e4nger im Kinderzimmer auf.<\/li>\n<li>Achten Sie bewusst auf ein Einschlafritual (z.B. Geschichte vorlesen, nochmals \u00fcber den Tag sprechen, usw.).<\/li>\n<li>Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor dem Zubettgehen nur beruhigende Dinge tut (keine Computerspiele, TV, etc.).<\/li>\n<li>Wenn Ihr Kind M\u00fche mit dem Einschlafen hat, k\u00f6nnen Sie auch ein H\u00f6rbuch oder etwas Musik laufen lassen. Die meisten Kinder und Jugendlichen schlafen dann von alleine ein.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>\u00dcberm\u00e4ssige Besorgnis<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, dass Kinder und Jugendliche nach einem traumatischen Ereignis besorgter wirken. Nehmen Sie sich Zeit, um herauszufinden, welche Sorgen Ihr Kind besch\u00e4ftigen.<\/li>\n<li>Manchmal schweigen Kinder und Jugendliche oder haben Schwierigkeiten genau zu sagen, was sie bedr\u00fcckt. Beschreiben Sie Gef\u00fchle, wie Wut, Traurigkeit oder Sorge, die Kinder und Jugendliche in dieser Situation haben k\u00f6nnen und fragen Sie Ihr Kind, welches auf es zutrifft.<\/li>\n<li>Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie und andere Erwachsene es besch\u00fctzen werden und vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit.<\/li>\n<li>Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber seine \u00c4ngste sprechen kann.<\/li>\n<li>Sicherheitsgef\u00fchle k\u00f6nnen verst\u00e4rkt werden, indem Ihr Kind etwas, das es gerne hat, oder etwas, das es an Sie erinnert, bei sich haben kann (z.B. Schal).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Vermeidung, \u00fcber das traumatische Ereignis zu sprechen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Viele Kinder und Jugendliche schweigen oder haben Schwierigkeiten zu sagen, was sie bedr\u00fcckt.<\/li>\n<li>Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, aber lassen Sie es wissen, dass es jederzeit mit Ihnen \u00fcber seine \u00c4ngste und Sorgen sprechen kann.<\/li>\n<li>Warten Sie nicht, bis das Kind das Thema von sich aus anspricht. Bieten Sie Ihrem Kind M\u00f6glichkeiten, \u00fcber das Trauma zu reden.<\/li>\n<li>Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen \u00fcber das traumatische Ereignis und ermuntern Sie es, Gef\u00fchle und Sorgen auszudr\u00fccken.<\/li>\n<li>Vermeiden Sie dabei, Ihre eigenen \u00c4ngste und Sorgen mit Ihrem Kind zu besprechen.<\/li>\n<li>Stellen Sie Ihrem Kind beispielsweise geeignetes und motivierendes Spiel- oder Zeichnungsmaterial zu Verf\u00fcgung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3>Furcht vor Dingen, Orten oder Personen, die an das traumatische Ereignis erinnern<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Es ist normal, dass sich Kinder und Jugendliche nach einem Trauma vor Dingen f\u00fcrchten, die es an das Trauma erinnern. Jede Kleinigkeit, die auch nur entfernt an das traumatische Ereignis erinnert, kann so pl\u00f6tzlich bedrohlich werden.<\/li>\n<li>H\u00e4ufig versuchen Kinder und Jugendliche Dingen, die sie an das traumatische Ereignis erinnern, aus dem Weg zu gehen, um die damit verbundenen Erinnerungen und \u00c4ngste zu vermeiden. Je st\u00e4rker und l\u00e4nger diese Dinge vermieden werden, desto st\u00e4rker werden die \u00c4ngste davor.<\/li>\n<li>Erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind, dass es normal ist, dass belastende Erinnerungen Angst machen und dass diese Angst und auch die Erinnerungen mit der Zeit abnehmen werden.<\/li>\n<li>Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass es nicht heisst, wenn es an das Trauma erinnert wird, dass es dann wieder geschieht.<\/li>\n<li>Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit und erkl\u00e4ren Sie Ihrem Kind dass Sie es besch\u00fctzen werden.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzen Sie Ihr Kind, sich langsam wieder an die be\u00e4ngstigenden Dinge zu gew\u00f6hnen und mutig zu sein und loben Sie es, wenn es das schafft. Unterst\u00fctzen Sie mutiges Verhalten bei Ihrem Kind.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Monat nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, dass Kinder und Jugendliche \u00e4ngstlicher sind. 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